Brief an seiende und werdende Mütter

lea

Liebe Mütter, seiende und werdende

Heute teile ich euch etwas mit was in den letzten Tagen im Coaching mit euresgleichen augenscheinlich wird:

‚mein Kind will nicht aufhören zu spielen, dabei sollten wir doch gehen‘ – folgend mit einem oft peinlichen Drama.

Es schein mir, dass wir mit der Diskrepanz zwischen dem wie wir als Erwachsene das Leben erleben und sehen und dem wie es die Kinder tun, konfrontiert sind.
Die Konflikte, emotionalen Ausbrüche, Geschrei scheinen die Ausdrucksformen von dieser Reibung zu sein.

Was ist die Diskrepanz?
Als Erwachsene erleben wir eher selten den Augenblick. Wir haben den Tag mit all dem was es zu tun gibt im Kopf, planen gutmütig, nehmen jedoch oft stillschweigend an, dass andere (nicht nur die Kinder) mit unseren Plänen im Kopf ganz leicht kooperieren werden „weil es ja klar ist, dass ….“.
Dass für andere meine inneren Pläne nicht klar sind und oft sogar mit deren Vorhaben kollidieren, verstehen wir oft nicht.

Offensichtlicher wird das mit Kindern, je kleiner um so mehr: die leben so intensiv im Augenblick, sind ganz verwurzelt in dem was sie gerade tun, was wir Spiel nennen (vielleicht ist der Ausdruck ‚Spiel‘ irreführend, zu leichtsinnig?). Sie sind ver-wurzelt im Leben, in dem was sie tun, jeden Moment. Sie leben nicht mit Gedanken an die Zukunft, verschweige denn Zukunftsplanung.
Was nun? Ich denke, dass Kinder die erweiterte Realitäten vom menschlichen Dasein, wie eben, dass man manchmal zu einer bestimmten Zeit das Haus verlassen muss, durchaus akzeptieren lernen können.
Das Wie ist ganz deiner Intuition überlassen. Du kannst das herausfinden.

Wie ist das wenn du ein spannendes Buch liest und jemand unterbricht dich und will unbedingt etwas von dir?
Erinnerst du dich an deine Kindheit wie es war wenn deine Eltern ganz andere Pläne für dich hatten und plötzlich damit herausplatzten. Hattest du da nicht auch Widerstände? Wie hättest du gewünscht, dass sie mit dir umgegangen wären? Wie hätte es ausgeschaut, wenn sie dich in die Pläne eingeweiht und einbezogen hätten?

Ich schreibe hier einfach was mir bewusst wurde – wie siehst du es?
Wenn du magst dann schreib doch ein paar Zeilen zur weiteren Erleuchtung dieses Alltags-Puzzels. Ich werde dann eure Einsichten in einem anderen email mit euch allen teilen.

Mit grosser Wertschätzung für euch Mütter grüsse ich euch ganz herzlich

Regula

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