Im Lift

Treasure-Island

„Mir geht es gut – mir geht es nicht gut“ – da capo, senza fine …

Im ersten Newsletter ging es bereits um dieses Thema. Nun will ich es weiterspinnen.

Wir wissen alle dass Stimmungen wechseln. Jeder Tag ist voller Beispiele solcher Auf- und Ab-Bewegungen.

Menschlichkeit-verstehenMeine Skizze vom Lift und den verschiedenen Stockwerken soll als Darstellungshilfe für das natürliche Auf und Ab unseres Wohlergehens dienen.

Üblicherweise denken wir dass irgendetwas in unserem Umfeld der Grund für unseren Stimmungswechsel ist. Wir denken dass jemand oder etwas ausserhalb von uns dafür verantwortlich ist auf welchem Stockwerk wir uns befinden.

Wenn wir unten sind verlangen wir nach einem Stück Kuchen, einem Bier oder dass der andere sich verändert und hoffen dass es uns dann wieder gut geht. Und wenn wir oben sind verdanken wir das selbstverständlich dem eben erhaltenen Blumenstrauss oder dem Kompliment.

Was aber wenn unserer Stimmungszustand nicht von Äusserem abhängig ist?
Was, wenn es ganz normal und natürlich ist dass er schwankt?

Du hast sicher schon oft bemerkt, dass du bei guter Laune ganz anders auf ein Problem oder einen Menschen eingehst als wenn du schlechter Laune bist. Entsprechend DEINER Laune siehst DU die Welt und du handelst nach DEINER Laune. Wie wir etwas anpacken spiegelt IMMER DEN EIGENEN geistigen und seelischen Zustand wider und nicht das was sich aussen abspielt. Wir reagieren immer von dem Stockwerk aus auf dem wir uns gerade befinden.

Bei Kindern ist es ganz deutlich wie der Lift ständig auf und ab geht. Es gibt Tage, da befinden sie sich vermehrt in den unteren Stockwerken und dann gibt es die Tage wo sie auf dem Dach tanzen. Nicht wegen dem Wetter, nicht weil sie das ersehnte Spielzeug erhalten oder nicht erhalten haben, sondern ganz einfach weil Weinen und Lachen menschlich sind.

Wenn wir verstehen wie wir funktionieren, nämlich von innen nach aussen, dann können wir entspannen. Wir können mit uns selber und mit andern einfühlender leben weil wir verstehen wenn es jemandem ‚nicht gut geht’. Er bewegt sich unschuldig in unteren Stockwerken und sein Zustand wird sich natürlich und von alleine wieder ändern.

In unserem Innern gibt es eine Instanz mit der Eigenschaft uns immer wieder neu zu erfahren. In kleinen Kindern ist diese angeborene Eigenschaft nicht durch denkerisches Grübeln behindert. Unbekümmert sind sie mal fröhlich, mal traurig.

Wenn wir das verstehen, leben wir mit grösserer Leichtigkeit und vertrauen dem Leben, was immer es uns beschert.

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